
Museo Pio-Clementino
Herzstück der Antikensammlung seit 1771: Laokoon, Apollo von Belvedere, die Musen und die Kuppelhalle der Sala Rotonda.
Cappella Sistina · Michelangelo Buonarroti · 1508–1512
Fünf Jahrhunderte nach Vollendung des Gewölbes führen zwei Kilometer Galerien durch die größte je von Menschen zusammengetragene Kunstsammlung – vom ägyptischen Mumienzyklus bis zur Avantgarde.
Willkommen · Benvenuti
Was Julius II. 1506 mit dem Fund des Laokoon begann, ist heute ein Museumskörper aus 54 Sälen, zehn Palastflügeln und zwei AußenSitzen – verwaltet von einem eigenen Staat.
Der Besuch beginnt am Viale Vaticano und führt über den Pinenhof, wo die bronzenen Kiefeln von Arnolfo di Cambio zwischen zwei antiken Sälen stehen. Von dort öffnen sich die Sammlungen in chronologischer wie in landschaftlicher Logik: antike Skulptur, etruskische Grabkunst, ägyptische Särge, die Kartengalerie mit ihren 120 von Ignazio Danti gemalten Landkarten, die Raffael-Stanzen und am Ende – als zwingender Schlussakkord – die Sixtinische Kapelle.
Jeder Saal wird von einem eigenen Konservator betreut; Restaurierungswerkstätten für Stein, Bronze, Fresko, Textil und Papier arbeiten öffentlich sichtbar im Palazzo Apostolico. Die 1973 von Paul VI. eröffnete Sammlung zeitgenössischer Kunst bewahrt rund 8.000 Werke von Bacon über De Chirico und Fontana bis Kentridge.



Ein Besuch dauert im Schnitt drei Stunden. Wer die Sixtinische Kapelle ohne Gedränge sehen möchte, kommt vor 9:30 Uhr oder nach 16:30 Uhr – oder bucht das Zeitfenster gleich mit.
Sicherheitskontrolle wie am Flughafen: Flüssigkeiten, Stative und große Rucksäcke sind nicht gestattet. Kostenlose Garderobe im Eingangsbereich.
Anreise & KontaktDrei empfohlene Routen: Essenziale (2 Std., Pio-Clementino bis Sixtinische Kapelle), Classica (3,5 Std. mit Raffael-Stanzen) und Lunga (5 Std. inklusive Pinakothek und Ägyptischem Museum).
2 – 5 Stunden
Der Einlass erfolgt ausschließlich zum gewählten Zeitfenster. Die Online-Reservierung kostet 5 € pro Vorgang (für Schulen 2 €) und erspart im Schnitt 90 Minuten Wartezeit am Eingang.
Reservierung ab 2 €
Eingang: Viale Vaticano. Metro Linie A bis Ottaviano (7 Min. Fußweg), Bus 49 und N5 halten nahe der Porta Sant’Anna. Kontrollzeit: 10 – 20 Minuten.
Schultern & Knie bedeckt
Der Audioguide (8 €) führt in neun Sprachen durch 120 Stationen. Gruppenführungen umfassen maximal 20 Personen; die Familienrallye für Kinder von 6 bis 12 Jahren liegt kostenlos an der Information aus.
9 Sprachen · 120 Stationen
Der Rundgang endet an der Treppe von Gian Lorenzo Bernini. Von dort führt der Weg direkt zur Engelsburg oder – über die Via della Conciliazione – zum Palazzo Laterano und zur Treppe Sancta.
Nur am Ausgabetag gültig · nicht erstattungsfähig

Herzstück der Antikensammlung seit 1771: Laokoon, Apollo von Belvedere, die Musen und die Kuppelhalle der Sala Rotonda.

Decke (1508–1512) und Jüngstes Gericht (1536–1541) von Michelangelo. Konklave-Kapelle des Kardinalskollegiums.

Vier Staatssäle, von Raffael und seiner Werkstatt zwischen 1509 und 1524 ausgemalt – darunter „Die Schule von Athen“.

120 großformatige Karten der italienischen Regionen, gemalt von Ignazio Danti und Flemisch in den Jahren 1580–1585.

1932 von Pius XI. eröffnet: 350 Gemälde von Giotto, Perugino, Raffael, Caravaggio bis Poussin in 18 Sälen.

1839 gegründet: Mumien, Särge, Papyri und ein aus Theben übertragener Grabbezirk, rekonstruiert in Rom.

Etruskische Grabkunst, Bronzen wie der Mars von Todi und eine der größten Vasensammlungen Italiens.

Fünfzehn flämische Wirkereien nach Kartons Raffaeles, flankiert von Perugino-Fresken aus den Jahren 1481–1482.

Die Gemächer Alexanders VI. mit Fresken von Pinturicchio – heute Wechselausstellungsfläche der Museen.

100.000 Objekte außereuropäischer Kulturen, 1925 als Missionsausstellung begonnen, seit 1963 am Lateran.

Hadriansmausoleum, Festung und Päpstgefängnis. Eigener Rundgang durch die Bunker und die Papstapartments.

80.000 Handschriften und 1,6 Millionen gedruckte Werke; die Lesesäle stehen qualifizierten Forschenden offen.
Kollektionen
+Hellenistische Bildhauerei · wiederentdeckt 1506
+Marmorkopie nach Leochares · 2. Jh.
+Marmor mit Resten antiker Fassung
+Fresko · Raffael · 1509–1511
+Deckenfresko · Detail der beiden Hände
+Caravaggio · Öl auf Leinwand · 1602
+Öl auf Holz · Raffael · 1516–1520
+Bronze · etruskische Werkstätte
+Frühchristliches Fresko · 3. Jahrhundert

12. März – 30. August 2026 · Appartamento Borgia
Erstmals werden die Werkstattskizzen, Gerüstanker und Farbschichten der laufenden Konservierung öffentlich gezeigt – flankiert von 42 Dokumenten aus dem Archiv der Fabbrica di San Pietro.

20. Mai 2026 – 10. Januar 2027 · Sala Carlo Magno
260 Leihgaben aus 34 Museen Europas erzählen von der Übersetzung römischer Formensprache in christliche Ikonographie – von der Konstantinsbasilika bis zum Barock Berninis.

3. Juni – 27. September 2026 · Museo Gregoriano Egizio
Der übertragene Grabbezirk des Senneferruy erstrahlt nach der Reinigung in neuer Farbigkeit. Zwölf Vitinen zeigen erstmals die ursprüngliche Aufstellung der Särge.

Laufend · Collezione Arte Contemporanea
Alle drei Monate wechseln 90 Arbeiten: Diese Saison mit William Kentridge, Marlene Dumas, Giuseppe Penone und einer Neuordnung der Raffael-Zimmer-Rezeption.
Virtueller Rundgang
Stationen
9,5 × 38 Meter Gewölbe, 34 Szenen, über 300 Figuren. Der Rundgang beginnt am Eingang der Schlange und endet über dem Altar mit dem Jüngsten Gericht – inklusive Blick in die Restaurierungswerkstatt.
Kamera · 12,4 Gigapixel · 2026
„Ein Museum ist kein Depot schöner Dinge, sondern eine Schule des Sehens.“
Didaktisches Büro der Vatikanischen Museen14 Werkstätten, sechs Formate, ein Ziel: die Sammlung als Labor begreifbar machen – von der ersten Klasse bis zur Doktorarbeit.
Zweieinhalbstündige Besuche mit Werkstattanteil für Klassen aller Stufen; Begleitmaterial in acht Sprachen, Anmeldung vier Wochen vor Termin.
Jeden ersten Sonntag im Monat: Rallye durch Pio-Clementino, Zeichenheft und Lupe inklusive, Eintritt frei für Kinder unter 18.
Freitags von 11 bis 13 Uhr geöffnete Werkstätten für Stein, Fresko und Textil – ein Blick über die Schulter der Konservatoren.
Vortragsreihe, Stipendien und die Zeitschrift der Museen; Zugang zu 80.000 Handschriften der Apostolischen Bibliothek.
Leih-Rollstühle, Tastmodelle des Laokoon, Gebärdensprach-Führungen nach Voranmeldung, eigener Rundgang ohne Treppen.

Vom 1. November bis 28. Februar öffnen die Museen täglich außer Sonntag bereits um 8:30 Uhr; der letzte Einlass bleibt um 16:00 Uhr.

Die digitale Sammlung wächst um die gesamte Kartengalerie und 400 Skulpturen des Pio-Clementino – frei zoombar bis zur Pinselstruktur.

Am letzten Sonntag im Monat ist der Eintritt weiterhin frei, der Einlass erfolgt jedoch ausschließlich mit auf den Namen reserviertem Zeitfenster (4 €).

Nach statischer Sanierung öffnet der Rundgang durch die Pulverkammern und den Fluchtweg Pius’ VII. – der Eintritt ist nicht im Ticket der Vatikanischen Museen enthalten.

Der Dokumentarfilm über drei Jahre Restaurierung startet am 5. November in 380 Kinosälen Europas; Begleitheft in den Museumsshops.

24 Aufgaben führen durch Pinenhof, Kandelaber-Galerie und Raffael-Stanzen; Heft kostenlos an der Information, Lösung am Ende mit Gewinnspiel.
Anreise & Kontakt
Linie A bis Ottaviano (7 Min. Fußweg). Bus 49 und N5 halten an der Via di Porta Cavalleggeri.
Roma San Pietro, 15 Min. zu Fuß. Vom Termini Linie A Richtung Battistini, vier Stationen.
Information +39 06 6988 3145 · Gruppen +39 06 6988 5233 · [email protected]
Rampen am Eingang, Leih-Rollstühle, Begleitservice nach Voranmeldung, Blindenführhunde erlaubt.
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